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Teil 1 - wahr.nehmung III -
Transformation
Im Zentrum der Darstellung steht
das Objekt Transformation, ein Versuch über das Thema Reproduktionstechnologie
und Klon. Es stellt einen Vorgang dar - die langsame Metamorphose
des Menschlichen zu Gold, als dem Sinnbild von Geld und Macht -
die Metamorphose der menschlichen Herztöne zum Geschrei der
Händler und Spekulanten an der New Yorker Börse. Der weisse
Rahmen in dem sich dieser Prozess entwickelt, symbolisiert den Versuch
der Reproduktionsindustrie, sich als Teil der medizinschen Wissenschaft
und Disziplin darzustellen, und dessen Reputation und gesellschaftliche
Akzeptanz zu nützen. Den Verlust von Individualtiät und
Integrität durch die beliebige Kopierbarkeit menschlicher Wesen
thematisieren die drei Bilder im Raum. Eine nur mehr in Nuancen
mögliche Definition des Selbst, eingebettet in ein Umfeld beliebiger
Austauschbarkeit, edel und schön, aber fast ohne Farbe und
Verbindlichkeit - Teil einer Massenproduktion. Daneben die Formen,
Stanzen, auch sie nicht mehr menschlich, sondern seelenlos funktionell,
ein Stempel und ein Stempelkissen, gebraucht und getrieben von den
Mechanismen des Marktes - Angebot und Nachfrage.
Teil 2 - wahr.nehmung
III - Beschwörung
Der Bilderzykus Beschwörung schließt an die Zyklen I
GING, Schriftbilder und Barcode EAN 13 an. Dabei kommen aber die
in Blattgold dargestellten Bildelemente nicht aus einer fremdartigen
Schrift oder einem technologischen Informationssystem, sondern sind
in einer großen zeitlichen Entfernung entstanden - nämlich
vor mehreren tausend Jahren. Es sind Darstellungen prähistorischer
Höhlenmalerei. Bei diesen Darstellungen bleiben wir - das müssen
selbst die ausgewiesenen Experten eingestehen - gänzlich im
Unklaren, welcher Intention die oft in unzugänglichen dunklen
Höhlen angebrachten Malereien, verfolgen. Sind es visuelle
Beschwörungen (Zaloscer), Botschaften an Nachkommende, oder
können wir tatsächlich unseren viele tausend Jahre später
entstanden Kunstbegriff darauf anwenden und sie Kunstwerke nennen?
Fraglos sind sie von einer starken gestalterischen Kraft und vermögen
ob gewollt oder nicht den heutigen Betrachter zu bewegen. Eingebettet
in die Bilderwelt eines im Heute reflektetierenden Künstlers,
berichten sie aus einer weit entfernten Welt jenseits irgendeiner
uns vetrauten Bildersprache und doch mit einer grossen Klarheit
und zeitlos faszinierenden Ästhetik.
Teil 3 - wahr.nehmung III -
Idylle
Der Bilderzyklus Idylle ist eine Hommage an die Heimat Salzkammergut.
Dargestellt sind auf 12 Bildern Panoramen verschiedener Salzkammergutseen.
Freilich ist es eine kühle und menschenleere Idylle, sowie
es die Erinnerung an die Landschaft und nicht eine an die Bewohner
ist, die den Maler sehnsuchtsvoll an diese wunderbare Gegend erinnern
lässt.
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