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Metamorphosen
eines Nachtbildes
Zeitgeschichtlich nur einen Augenblick voneinander entfernt
blicken wir in den nächtlichen Himmel – ich
jetzt - und ein Mensch vor tausenden von Jahren im heute
schwedischen Gärstrad Mellangard. Voll Staunen und
Ehrfurcht betrachten wir dasselbe Bild. Er oder sie haben
ihr Bild des nächtlichen Sternenhimmels auf einen
Felsen gezeichnet und so ist es in unsere Zeit geraten.
Dieser Sternenhimmel ist das einzig konstante – ruhig
und immer wiederkehrende Bild, auf dem sich in stetigem
Wechsel von Wachstum und Verfall befindlichen Planeten.
Es lässt sich all die Hoffnung auf Beständigkeit
und Ewigkeit in sein Bild projizieren, wir nennen es den
nächtlichen Himmel.
Dabei ist das Bild, das wir, der
steinzeitliche Mensch und ich wahrnehmen, ein Blick in
eine längst vergangene Zeit. Ein Bild, das nur mehr
als Licht auf dem Weg durch die Weite des Raumes existiert,
die Idee einer tatsächlichen vergangenen Realität.
Wir treffen uns in der künstlerischen Reflexion dieser
Idee, den Metamorphosen eines Nachtbildes.
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