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Bild und Klang, 2005 - Eine Veranstaltung in Schloss Mondsee, Säulenhalle
JAZZ
CHOR WIEN
Ein
guter Chor, der nicht Klassik singt? 25 Stimmen a cappella?
Crossover, moderne Komposition, Jazz, Funk und Latin?
Am
besten Sie vergessen alles, was Ihnen zu Chor so
einfällt,
denn: JAZZ CHOR WIEN ist anders.
Jazz, aber ohne Band.
Chor, aber eben Jazz.
Wien, aber sicher nicht klassisch.
Das Ensemble: 25 Stimmen.
Das Konzept: Stimmen pur - in großer Besetzung. A cappella, aber keine
Comedy. Crossover, Improvisation und moderner Sound: Vokales in vielen Facetten.
Die Musik: Jazz – und was dazu gehört: Jazz Standards und zeitgenössische
Komposition. Funk und Pop. Al Jarreau bis Autumn Leaves.
Der Kopf: Stefan Foidl (Konzept und Leitung)
Die Anerkennung: "Ward Swingle Award" vokal.total International
A Cappella Competiton 2004
JURBANEK (piano+keyboards)
PUSCHNIG (flute)
& HERAL (perc.+voice,realtime electronics)
THREE DEE
„Der
Keyboardspieler ist immer der Verantwortliche, weil
er spielt den Rhythmus, die Melodien und die Akkorde“
Das ist ein Zitat von Joe Zawinul, das erklären soll, warum er von Anfang
an in allen Bands immer die Leitung übernehmen musste, der Arme.
Wir haben
es leichter, wir fühlen uns alle drei
verantwortlich für diese drei Dimensionen der
Musik und begeben uns gemeinsam auf eine sich stets
wandelnde, lebendige und multidimensionale Ebene, und
brauchen somit natürlich keinen so genannten Bandleader.
(Paul Urbanek)
ANDY MANNDORFF (guitar)
& THOMAS KAUFMANN (sax) 
„Das
erprobte Duo sorgte im kühlen Ambiente der Alten
Schmiede für heiße Klänge.
Die Musiker spielten zwei
kurze dynamische Sets, in
denen es ansatzlos
zur Sache ging. Kaufmann, spielfreudig und eloquent
am Saxophon; Manndorff, mit seinen technischen Möglichkeiten
auf der Gitarre, seiner Lust am Verqueren und dem Zulassen
von listig, anarchischen Störpotential; es entseht
ein explosives Miteinander der beiden Virtuosen. Man
merkt die Vertrautheit, das blinde Verständnis,
welches sich eben einstellt, wenn man sich immer wieder
dieser Zerreißprobe des unbegleiteten Duospiels
stellt.
Eine menschliche und musikalische Vertrautheit, die es gestattet,ein hohes Risiko
einzugehen und trotz aller verrückten Ausflüge in die Gefilde des Unwegsamen,
wieder zurückzufinden ins Gemeinsame, ohne sich dabei dauernd harmoniesüchtig
in die Arme zu fallen.(Ernst Mitter, jazzlive)
OSKAR AICHINGER
(Rezitation, Gesang, präpariertes Klavier)
& WOLFGANG VINCENZ WIZLSPERGER (Rezitation, Gesang, Kinderelektrogitarre,
Kontrabass)
Du Holde Kunst oder Abends
spucke ich meine Lunge aus

Rund
die Burgen Kirschgeblüt, luften Menschkleid
drin (W.V.Wizlsperger)
Don´t come near
me; I don´t
trust you. I don´t
trust the way you thrill me when I touch you
(J. Torre)
Ein junger Herr küsste
seiner Dame zärtlich
das Vorurteil, das sie ihm jeden Augenblick entgegenohrfeigte
(Andreas Okopenko)
Erst brachen ihm die
Knochen nach der Reihe, ganz ohne anatomischen Fehler
(Andreas
Okopenko)
Wann mich der Herrgott
fragert, ob mir denn gar nix fehlt (Franz Allmeder)
Yes,
I´m buried in politeness, steadfast burbling
like late night jazz (W.V.Wizlsperger)
Und vorbereitet
lag´s da umher in den Nachbarhäusern:
ein Stapel Fotos mit Schere und Album; eine Reihe
Schuhe, zwei überlebende Rucksäcke (Andreas
Okopenko)
Blaue Böen blähn
bunte Blusen, Hände halsab herzwärts
hasten (W.V.Wizlsperger)
Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre,
ich glaub´, ich gehöre
nur mir ganz allein. (Friedrich Hollaender)
Kleine Großkunst, große Kleinkunst, kreisend
um die Themen Liebe, Gewalt und Tod. Zwei Alleinunterhalter
privatisieren das Gelächter, das Geklatsche der
Unterhaltungsempfänger beruhigt sich zu Beifall.
Musik, komponiert und improvisiert, vom Jazz bis zur
steirischen Zepperlpolka, vom Schlager bis zu neuen
Klängen. Ein dichtender Entertainer und ein ernster
Komponist, die zusammen auf bekanntem Terrain Neuland
erkunden. Ein Versteckspiel zwischen Exponiertheit
im Gesang und Versinken in der Musik. Die x-te Neuauflage
der Peinlichkeit, Musik und Poesie zu verbinden. Die
offene Mündung des Publikums, die Schwingung des
Raums, das Surren der Klimaanlage, wenn für Sekunden
gar nichts passiert, bis der Lärm der angehaltenen
Luft sich in ein Lächeln verflüchtigt.
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